Selbst hosten

Fernwartung selbst hosten: Ihr eigener Server in Minuten

Vermittlung, Verwaltungskonsole, Web-Client und TURN laufen komplett auf Ihrer Hardware — kein Byte verlässt Ihr Haus. Drei Installationswege, dasselbe signierte Release, PostgreSQL immer inklusive.

Warum Fernwartung selbst hosten?

  • Datenhoheit: Geräteliste, Protokolle und optionale Sitzungsaufzeichnungen liegen bei Ihnen — nicht bei einem Cloud-Anbieter.
  • Compliance: Wenn der Datenschutzbeauftragte fragt, wo die Daten liegen, zeigen Sie auf Ihren eigenen Serverraum. AV-Vertrag und Löschfristen sind trotzdem geregelt.
  • Abgeschottete Netze: Produktions- und OT-Umgebungen, die keine fremde Cloud erreichen dürfen, bleiben erreichbar — das Relay steht ja innen.
  • Planbare Kosten: Lizenziert wird nach Geräteanzahl und Laufzeit — zum Ausprobieren läuft der Relay ohne Lizenz mit bis zu 5 Geräten, unbegrenzt lange.

Drei Wege zum eigenen Relay

Docker & Compose

Der kürzeste Weg

Relay und PostgreSQL als Stack — ein Befehl, danach steht die Konsole. Alles Bewegliche liegt in einem Ordner, der sich sichern und umziehen lässt.

Voraussetzung
Docker · Compose v2 (amd64/arm64)
Ports
9013/tcp · 3478/udp

Windows — MSI mit Dienst

Setup, das alles einrichtet

Installiert den Dienst mit Autostart und Wiederanlauf, öffnet die Firewall-Ports und bringt PostgreSQL als eigene, abgeschottete Instanz gleich mit.

Voraussetzung
Windows Server 2019+
Ports
9013/tcp · 3478/udp

Linux — ohne Docker

Ein Skript richtet alles ein

Nativer systemd-Dienst: das Installationsskript holt PostgreSQL aus den Paketquellen, lädt das geprüfte Release und richtet Dienst und TLS ein — kein .NET nötig.

Voraussetzung
Ubuntu 22.04/24.04 · Debian 12
Ports
9013/tcp · 3478/udp

Alle drei Wege liefern dasselbe: Vermittlungsserver, Verwaltungskonsole, Web-Client, TURN und Datenbank. Eine vorhandene PostgreSQL lässt sich stattdessen eintragen. Geräte erreichen den Relay von außen ohne Firewall-Freigabe — sie bauen die Verbindung selbst auf; ist UDP gesperrt, fällt die Sitzung automatisch auf Port 443 zurück.

Was der Selbstbetrieb kostet

Ohne Lizenz läuft jeder selbst gehostete Relay im Testbetrieb mit bis zu 5 Geräten — unbegrenzt lange. Darüber wird nach Geräteanzahl und Laufzeit lizenziert, zum Beispiel „bis 100 Rechner, 1 Jahr" für 149 € netto — das entspricht 1,49 € pro Gerät und Jahr. Nach dem einmaligen Online-Binden der Lizenzdatei läuft der Relay vollständig offline.

Häufige Fragen zum Selbstbetrieb

Brauche ich .NET oder andere Laufzeitumgebungen auf dem Server?
Nein. Das Linux-Release ist in sich geschlossen, das Windows-MSI bringt alles mit, und im Docker-Abbild steckt ohnehin alles. PostgreSQL kommt je nach Weg mit oder aus den Paketquellen.
Kann ich meine eigene Domain mit eigenem Zertifikat verwenden?
Ja. Beim Selbstbetrieb gehört die Adresse Ihnen — samt TLS-Zertifikat. Die Anleitung zeigt die Einrichtung; ein Wechsel der Domain ist später möglich.
Funktioniert das auch ohne Internetzugang (Air-Gap)?
Der Betrieb ja — nur das Einspielen der Lizenzdatei bindet sich einmalig online an Ihre Installation. Danach braucht der Relay keine Verbindung nach draußen; Updates spielen Sie dann manuell ein.
Wie komme ich von der Testphase in den Vollbetrieb?
Lizenzdatei anfragen, per E-Mail erhalten, in der Konsole einspielen — Geräte, Einstellungen und Protokolle bleiben unverändert erhalten.

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